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Landschaftspflege am Regental-Radweg

Landschaftspflege am Regental-Radweg

Der Naturpark Bayerischer Wald organisiert Auflichtung zum Erhalt der Sonderbiotope , die besonders wertvoll für seltene Tierarten sind und bewahrt die Schönheit und Vielfalt der heimischen Natur.

Einige ehemalige Bahnlinien sind im Bayerischen Wald zu Radwegen umgewandelt worden.
Dies gilt auch für die Bahnstrecke von Viechtach nach Blaibach, die heute von Radtouristen und einheimischen Radlern am Regental-Radweg gerne genutzt wird.

Mountainbiken im ARBERLAND BAYERISCHER WALD.Touristisches Service Center/Kuchler

Die Etappen des Regental-Radweges:

Etappe 1: Regensburg - Nittenau
Etappe 2: Nittenau - Cham
Etappe 3: Cham - Viechtach
Etappe 4: Viechtach - Regen
Etappe 5: Regen - Bayerisch Eisenstein


Am Regental-Radweg finden sich kleinere Feldgehölze, Magerwiesen, Schotterriegeln oder sogar hohe Felswände wie am „Alter Berg“ bei Rugenhof in Viechtach. Gerade diese Sonderbiotope sind besonders wertvoll für seltene Tierarten: Reptilien wie die ungiftige Schlingnatter oder die prächtige Zauneidechse sonnen sich in den steinigen Partien. Schmetterlinge wie der Schillernde Feuerfalter suchen in den Magerrasen nach Pollen, Nektar und Raupennährpflanzen. Hummeln und Wildbienen wie die Mauerbiene bauen ihre Nisthöhlen in die offenen Böschungsrasen. Nachtaktive Fledermäuse nutzen die Felsen als Tagesquartiere.

Im Laufe der Jahre wachsen diese wertvollen Sonderbiotope mit Gehölzen zu und büßen an Bedeutung als Lebensraum für seltene Tiere ein. Damit diese Naturschätze in der Landschaft nicht komplett verbuschen, ist von Zeit zu Zeit eine Auflichtung der Feldgehölze, Magerrasen, Schotter und Felsen erforderlich.
Alte und wertvolle Bäume wie Eichen, Ahorne oder Wildobst bleiben dabei erhalten.
Kleinere Reisighaufen auf der Fläche dienen als Unterschlupf für Reptilien, Amphibien, Insekten, Vögel oder Säugetiere.


Der Naturpark Bayerischer Wald hat diesen Winter wieder Pflegemaßnahmen auf wertvollen Bereichen des Regental-Radweges organisiert.
So wurde ein Feldgehölze am Radweg bei Meidengrub, das kurz vor der Ortschaft Krailing liegt, behutsam aufgelichtet. Finanziert wird die Maßnahme überwiegend mit Naturparkfördermitteln des Bayerischen Umweltministeriums, der Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent wird vom Landkreis getragen. Auch die Gemeinde Prackenbach hat gleichzeitig Schneebruch am Radweg aufgearbeitet und die Strecke freigeschnitten.

„Mit der Auflichtung wird ein weiterer Baustein im Biotopverbundnetz an der ehemaligen Bahnlinie gefördert“, freut sich Naturpark – Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher, der die Maßnahmen vor Ort organisiert hat.

„Der Naturschutz- und Erholungswert am Regentalradweg wird mit der Pflege erhalten und verbessert“, erläutert Heinrich Schmidt: „Gerade auf öffentlichen Flächen kann somit viel für die Natur, die Biodiversität und den Biotopverbund erreicht werden. Auch Radfahrer und Erholungssuchende profitieren wieder mehr von der Schönheit und Vielfalt der heimischen Natur.“